Die Wahl der richtigen Projektionswand
Eine Projektionswand stellt einen unverzichtbaren
Bestandteil Ihrer Präsentation oder der Heimkino-
Ausstattung dar. Wie gut Ihr Projektor an sich auch
sein mag, das projizierte Bild muss auf jeden Fall von
mehreren Menschen gesehen und gelesen werden
können.
Die Wahl der richtigen Projektionswand spielt in
diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Eine
Projektionswand erfüllt nämlich 2 Zwecke:
die Wiedergabe der optischen Informationen ohne
Beeinträchtigung der Bildqualität sowie die Streuung
des projizierten Lichtes in Richtung des Publikums.
Beide Aspekte sind für die optimale Wahrnehmung
des projizierten Bildes ein absolutes Muss.
Jede Situation ist einmalig und die Wahl der richtigen
Projektionswand hängt von Faktoren wie Umgebungs-licht, Lichtertrag, Aufstellung des Projektors und Präsentationsraum ab.
Aufstellung im Präsentationsraum und Projektor:
Die Aufstellung im Präsentationsraum (Sichtwinkel)
und die Position des Projektors (an der Decke oder auf
einem Tisch) sind die ausschlaggebenden Umgebungs-faktoren, die bei der Wahl des richtigen Tuches eine entscheidende Rolle spielen.
Eine Projektionswand reflektiert das projizierte Bild nach einem bestimmten Prinzip.
Die Eigenschaft einer Projektionswand, Licht in eine bestimmte Richtung zu reflektieren, wirkt sich nicht nur auf den Sichtwinkel, sondern auch auf die Helligkeit des Bildes aus.
Eine Projektionswand, die das Licht gleichmäßig streut, weist einen größeren Sichtwinkel und einen geringeren Reflexionswert auf, z.B. das Mattweiß-Projektionstuch. Projektionswände, die das Licht stärker bündeln, bieten einen höheren Reflexionswert bei einem kleineren Sichtwinkel, wie das High Power-Projektionstuch.
Umgebungslicht und Lichtausbeute des Projektors:
Wie hell das Bild sein muss, um deutlich erkennbar zu
sein (Lichtmenge, die von der Projektionswand reflektiert wird), hängt von der Stärke des Umgebungslichts, dem Reflexionswert der Tuchsorte und der Lichtausbeute des Projektors ab.
Für eine optimal wahrnehmbare Projektion müssen der Lichtertrag des Projektors, die Größe der Projektionswand und der Reflexionswert der Tuchsorte aufeinander abgestimmt sein. Um dies zu berechnen, gilt die folgende Faustregel:
LUX =
ANSI-Lumen Projektor : Wandoberfläche in qm x Reflexionswert
LUX = 100 wenig Umgebungslicht
(ca. 2000 ANSI-Lumen)
LUX = 400 normales Umgebungslicht
(3000 ANSI-Lumen)
Erklärung:
Die wahrgenommene Lichtmenge, die von der Projektionswand reflektiert wird, wird in Lux ausgedrückt.
Für eine optimale Bildqualität muss das Verhältnis
zwischen dem Lux-Wert des projizierten Bildes und der
dahinter liegenden Wand mindestens 5:1 betragen.
Als Faustregel kann davon ausgegangen werden, dass bei normalem Umgebungslicht der Lichtertrag des Hintergrunds ungefähr 80 Lux beträgt. Der Wert der Lichtmenge (Lux), die von der Projektionswand kommt, muss dann ungefähr 400 Lux betragen.
Bei nur wenig Umgebungslicht liegt der Lux-Wert des Hintergrunds bei ungefähr 20, d.h. dass der Lux-Wert der Projektionswand dann ungefähr 100 betragen muss.
Die nächsten 4 Schritte liefern Ihnen die wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Auswahl der richtigen Projektionswand für Ihre spezifischen Bedingungen
und Anforderungen.
SCHRITT 1 / TYP:
Es gibt drei Typen von Projektionswänden:
- elektrisch betriebene Projektionswände
- manuell betriebene Projektionswände
- tragbare Projektionswände
Eine tragbare Projektionswand ist die beste
Wahl, wenn verschiedene Orte für die Projektion verwendet werden. Wenn Sie einen festen Projektionsraum verwenden, haben Sie die Wahl zwischen elektrisch oder manuell betriebenen Wänden, je nach Ihren persönlichen Vorlieben und Ihrem Budget.
SCHRITT 2 / DARSTELLUNGSFORMAT:
Je nach der verwendeten Projektions-methode hat
das projizierte Bild ein bestimmtes Breiten- / Höhen-verhältnis.
Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte eine Projektionswand gewählt werden, die das gleiche Seitenverhältnis wie das projizierte Bild aufweist. Allgemein unterscheidet man die folgenden Darstellungsformate:
SCHRITT 3 / WANDABMESSUNGEN:
Die Abmessungen und die Hängeposition der
Projektionswand werden anhand der folgenden
Richtlinien bestimmt:
Abmessungen der Projektionswand
Höhe (X) der Projektionswand
=
1/6 der Entfernung der Projektionswand
zur hintersten Sitzreihe
1:1 Breite = Höhe
4:3 Breite = 1,33 x Höhe
16:9 Breite = 1,78 x Höhe
Optimale Sichthöhe:
Für die folgenden Einsatzarten ist die optimale
Entfernung von der Unterseite der
Projektionswand zum Boden:
Professioneller Einsatz = min. 125 cm
Heimkino-Einsatz = min. 60-90 cm
Mindest-Sichtdistanz
Die optimale Wahrnehmbarkeit des projizierten
Bildes wird folgendermaßen bestimmt:
Entfernung zur ersten Sitzreihe
=
Bilddiagonale (D) der Projektionswand
SCHRITT 4 / WAHL DER RICHTIGEN TUCHSORTE:
Sie haben die Wahl aus den folgenden Tuchsorten. Die Entscheidung wird vor allem durch den Lichtertrag des Projektors und das Umgebungslicht
sowie die Position des Projektors (an der Decke oder in Sitzhöhe aufgestellt) und die Einteilung des Präsentationsraumes bestimmt.
Streuende Tuchsorten:
Bei den streuenden Tuchsorten bieten wir folgende Varianten an: S, M, faserverstärktes Thermoplast, Dataflex Thermoplast und Durable Thermoplast.
Geeignete Wahl für Anwendungen, die einen großen Betrachtungswinkel benötigen (max. 50° L/R) oder solche, bei denen ein Projektor mit hoher
Lichtstärke verwendet wird. Eignet sich sowohl für den Einsatz von Projektoren in Sitzhöhe als auch von deckenmontierten Projektoren.
Der Unterschied zwischen den einzelnen Tuchsorten liegt hauptsächlich in der Dicke des Tuchs.
Ein dickeres Tuch verringert das Risiko, dass sich Beulen bilden.
Die Tuchsorten sind feuerschutzgetestet und erfüllen die B1 bzw. die B 2 Norm.
Reflektierende Tuchsorten:
Projektionstücher, ausgestattet mit einer speziellen Oberflächenbeschichtung für verbesserte Reflexion. Besonders geeignet für Räume mit normalem Umgebungslicht oder für lichtschwächere Projektoren und einem max. Betrachtungswinkel von 35° L/R.
Alle Tuchsorten erfüllen die Brandschutz-anforderungen für Baustoffe und Baukomponenten.
